Als Gemeinde steht man regelmäßig vor der Herausforderung, Texte für Feiern oder Gemeindedeko herzustellen. Hier zeige ich eine Möglichkeit, wie das langfristig günstig hergestellt werden kann.
Zur Vorgeschichte: Für unser Auferstehungsfest, wollten wir den Vers „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“ im Gemeindehaus an der Wand befestigen. Über Jahre hinweg wurden Plakate gedruckt oder von Hand ausgemalt. Dieses Mal sollten es echte, dreidimensionale einzelne Buchstaben sein. Nach einigen Versuchen mit meinem Laser ist folgendes Ergebnis herausgekommen:


Benötigte Materialien
Der Laser-Cutter
Vielleicht gibt es in eurer Gemeinde jemanden, der bereits ein Laser-Cutter besitzt, ansonsten kann ich euch den aufführen, den ich selbst nutze. Ich benutze den Twotrees TS2 Lasergravurmaschine 10W, den es für knapp über 200 Euro gibt. Es gibt sicherlich bessere Maschinen wie: Mecpow X3 Pro oder Crealitiy Falcon A1.
Wichtig ist zu berücksichtigen, dass eine genügen große Arbeitsfläche von mindestens 400×400 mm vorhanden ist. Zudem muss man beachten, dass beim Schneiden Gase entstehen, sodass man nur in gut gelüfteten Räumen oder im Freien schneiden sollte. Zudem haben die günstigen Laser keine Sicherheitsabdeckungen, sodass der Laserstrahl bei falscher Handhabung mit reflektierendem Material äußerst gefährlich werden kann.
Empfehlen würde ich auch eine Arbeitsplatte aus Metall. Ich selbst nutze eine MDF Holzplatte, die dann im Anschluss leider sehr mitgenommen aussieht. Zudem kommt es bei unterschiedlicher Styroporqualität dazu, dass das Styropor an manchen Stellen teilweise schneller durch ist, wodurch der Laserstrahl auf das Holz trifft, dort in wärme umgewandelt wird und das Styropor von unten teilweise angeschmolzen ist. Für eine bessere Schneidequalität würde ich in Zukunft von Holzunterkonstruktionen absehen. Nutzt deswegen gerne eine Metallunterlage.


Das Material
Für die vorliegenden Buchstaben habe ich Hartschaumplatten aus dem Baumarkt verwendet.
Aber man kann auch einfache Platten aus dem Internet bestellen. Wichtig ist dabei, dass man nicht zu dicke Platten nimmt. Meine Hartschaumplatten waren 2 cm dick und waren die Grenze von dem, was der Laser schneiden konnte, da bei zunehmender Dicke, der Laserfokus ungenauer wird. Um ein späteres Färben zu erleichtern, würde ich weiße Hartschaumplatten empfehlen. Aber auch hier gilt: Erst probieren, und dann den großen Schnitt starten.
Für das Färben haben wir einfache Wand oder Abtönfarbe genommen. Aber auch hier muss man erst versuchen, da nicht jede Farbe für Styropor geeignet ist. Sprühfarbe geht in der Regel nur mit ausreichender Grundierung.
Für flachere Buchstaben eignen sich auch einfache Sperrholzplatten mit 3 oder 4mm. Ich habe aber auch schnitte aus schwarzem Acrylglas gesehen, die ich selbst noch nicht ausprobiert habe. Bevor man das aber macht, empfehle ich, sich genauer mit der Thematik der Dioden und CO2 Laser auseinanderzusetzen.
Das Programm
Zur Nutzung des Lasercutters muss ein Programm eingerichtet werden. Ich nutze LightBurn, das auch seine 100 Euro kostet.
Die vielen Einstellmöglichkeiten sind aber für den Gebrauch sehr nützlich.
Für Styroporschneiden habe ich folgende Einstellungen verwendet: Bei 100% Leistung und einer Geschwindigkeit von 10mm/s muss ich 5 bis 6 Runden fahren, bis 2cm Styropor gelasert sind.
Das Ergebnis
Im Folgenden kann das Ergebnis angeschaut werden: Die Schnitte sind zwar wellig zu sehen, aber nach dem Streichen und montieren an der Wand, sind die Unebenheiten nicht mehr sichtbar.




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